GGL veröffentlicht Tätigkeitsbericht 2025 mit Fokus auf Lizenzierung und Aufsicht
Uma Russell · Jul 23, 2026

GGL veröffentlicht Tätigkeitsbericht 2025 mit Fokus auf Lizenzierung und Aufsicht

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder hat im Juli 2026 ihren Tätigkeitsbericht 2025 vorgelegt und damit einen detaillierten Überblick über die Entwicklung des regulierten deutschen Glücksspielmarktes gegeben, während die Behörde zugleich ihre Aufgaben im Bereich der Online-Überwachung, der Bekämpfung illegaler Angebote, des Spielerschutzes sowie der Lizenzvergabe nach dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 erläutert.
Struktur und Inhalt des Berichts
Der Tätigkeitsbericht 2025 fasst die Aktivitäten der GGL im vergangenen Jahr zusammen und verbindet quantitative Daten mit qualitativen Bewertungen der Marktentwicklung, wobei die Behörde ihre Zuständigkeiten unter dem einheitlichen Regelwerk des 2021er Vertrags ausübt und dabei sowohl bundesweite als auch länderspezifische Aspekte berücksichtigt.
Experten haben beobachtet, dass der Bericht in mehreren Kapiteln die einzelnen Aufgabenbereiche systematisch darstellt und dabei auf die Verknüpfung von Lizenzverfahren mit laufender Marktüberwachung eingeht, während gleichzeitig Maßnahmen zum Schutz vulnerabler Spielergruppen beschrieben werden.
Lizenzierungsaktivitäten im Jahr 2025
Im Bereich der Lizenzvergabe dokumentiert der Bericht die Bearbeitung zahlreicher Anträge für Online-Casinos, Sportwetten und virtuelle Automatenspiele, wobei die GGL Kriterien wie finanzielle Stabilität, technische Sicherheit und verantwortungsvolle Spielgestaltung prüft und bestehende Lizenzen regelmäßig evaluiert.
Die Behörde hat nach Angaben des Dokuments neue Verfahren eingeführt, die eine schnellere Bearbeitung ermöglichen, ohne dabei die strengen Vorgaben des Staatsvertrags zu lockern, und dadurch mehrere Anbieter in die Lage versetzt haben, ihre Angebote legal auf dem deutschen Markt zu platzieren.
Durchsetzung gegen illegale Angebote
Ein zentrales Kapitel widmet sich der Bekämpfung nicht lizenzierter Plattformen, wobei die GGL ihre Zusammenarbeit mit Zahlungsdienstleistern und Internetprovidern ausbaut, um den Zugang zu illegalen Angeboten einzuschränken und Verstöße systematisch zu verfolgen.

Der Bericht führt konkrete Fallzahlen auf und zeigt, dass im Jahr 2025 mehrere hundert illegale Seiten identifiziert und gesperrt wurden, während gleichzeitig Bußgeldverfahren eingeleitet und damit ein klares Signal an Marktteilnehmer gesendet wurde, die sich nicht an die gesetzlichen Vorgaben halten.
Maßnahmen zum Spielerschutz
Im Abschnitt zum Spielerschutz beschreibt die GGL Instrumente wie verpflichtende Einzahlungslimits, Selbstsperren und verhaltensbasierte Warnsysteme, die von lizenzierten Anbietern umgesetzt werden müssen und deren Wirksamkeit die Behörde kontinuierlich überprüft.
Forschungsdaten im Bericht belegen, dass diese Schutzmechanismen zu einer messbaren Reduktion problematischer Spielverläufe beigetragen haben, während gleichzeitig Aufklärungskampagnen die Öffentlichkeit über Risiken und Hilfsangebote informieren.
Einordnung in den Glücksspielstaatsvertrag 2021
Der Tätigkeitsbericht 2025 ordnet alle genannten Aktivitäten in den Rahmen des seit 2021 geltenden Staatsvertrags ein und erläutert, wie die GGL als gemeinsame Aufsichtsinstanz der Länder die einheitliche Anwendung der Regelungen sicherstellt und dabei regionale Besonderheiten berücksichtigt.
Die GGL betont in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Anpassung der Aufsichtspraxis an technologische Entwicklungen und veränderte Nutzerverhalten, ohne dabei die Kernziele des Vertrags aus den Augen zu verlieren.
Ausblick und weitere Entwicklung
Der Bericht schließt mit einem Ausblick auf die kommenden Jahre und nennt prioritäre Handlungsfelder wie die weitere Digitalisierung der Aufsichtsprozesse sowie die Vertiefung der internationalen Zusammenarbeit, um grenzüberschreitende illegale Angebote effektiver einzudämmen.
Zusammenfassend liefert der Tätigkeitsbericht 2025 der GGL eine transparente und umfassende Dokumentation der regulierten Glücksspielaufsicht in Deutschland und dient damit als zentrale Informationsquelle für Politik, Wissenschaft und interessierte Öffentlichkeit.